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Hannover Messe 2019 - Intelligente Automation aus Lemgo!

Hannover Messe 2019: Halle 16, A04

Wie verarbeiten wir die Daten unserer Maschinen, um die Produktivität und Effizienz zu steigern? Wie verbessern wir mit neuen Technologien die Arbeitsbedingungen und entlasten die Beschäftigten? Und wie entwickeln wir neue Services und Dienste? Auf diese Fragen entwickeln Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Spitzencluster it‘s OWL Antworten, um die vollen Potenziale von Industrie 4.0 zu entfalten. Ansätze und Lösungen für Künstliche Intelligenz, IoT und die Arbeitswelt der Zukunft zeigen 50 Clusterpartner auf dem OWL-Gemeinschaftsstand, der von der OstWestfalenLippe GmbH und OWL MASCHINENBAU organisiert wird. Mit dabei sind die Weltmarktführer der Automatisierungstechnik, mittelständische Maschinenbauer, unsere Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie Startups und Netzwerke. Eine der Kernfragen der Ausstellungspartner:

Wie kommen die Industrie 4.0 - Innovationen im Mittelstand an?

Beispiel: Retrofitting von Bestandsanlagen

Viele produzierende Unternehmen des Mittelstands stehen vor einem ähnlichen Szenario: Die Auftragsbücher sind gefüllt, die Maschinen sind ausgelastet und die Vorzeichen für organisches Wachstum stehen gut. Kein Grund also, das Tagesgeschäft mit neuen Technologien zu unterbrechen oder massive Investitionen in Digitalisierung zu tätigen. Diesem Umstand widmet sich unter anderem der Spitzencluster it's OWL (Intelligente Technische Systeme in Ostwestfalen-Lippe): Zugang zu  Innovationen zu verschaffen und den betriebswirtschaftlichen konkreten Nutzen für die Entscheidungsträger aufzuzeigen.
An einer fast 30 Jahre alten Standbohrmaschine, wie sie in hunderten Produktionsbetrieben eingesetzt wird, zeigen die Lemgoer Forscher von Fraunhofer und Technischer Hochschule OWL beispielhaft die Anwendung Künstlicher Intelligenz für das Condition Monitoring. Datenerfassungssysteme und Algorithmen können hier das Systemverhalten lernen und Anomalien, beispielsweise fehlerhaftes Nutzer- oder Maschinenverhalten im System nicht nur erkennen, sondern anhand der Sensorsignale auch präzise lokalisieren. Basierend auf aus Daten gelernten Modellen, unterstützt das Monitoringverfahren an dem Demonstrator die vorausschauende Wartung und erleichtert den Produktionsprozess. Ein Dashboard zeigt den aktuellen Zustand der Anlage an und erkennt Unregelmäßigkeiten, indem Sensordaten analysiert und Ergebnisse anschließend visualisiert werden. Der auf der Hannover Messe präsentierte Anwendungsfall soll Unternehmen konkret aufzeigen, mit welchen einfachen Mitteln auch Bestandsmaschinen Anschluss an die digitale Welt bekommen können: An der Standbohrmaschine kann mit den Fraunhofer-Lösungen beispielsweise in Echtzeit geprüft werden, ob der Bohrer im vorgesehenen Drehzahlbereich arbeitet, ober er zu heiß wird bzw. verschlissen wird.

Wir präsentieren folgende Anwendungsfälle:

  • INDUSTRIE 4.0-RETROFITTING 
  • SENSORORCHESTRIERUNG UND INFORMATIONSFUSION
  • INDUSTRIELLES INTERNET: SOFTWARE DEFINED NETWORKING (SDN)
  • CYBERSICHERHEIT IN DER PRODUKTION
  • XTEND: FLEXIBLE UNTERSTÜTZUNG VON MONTAGE UND WARTUNG

Weitere Präsenz von Fraunhofer IOSB-INA auf der Hannover Messe:

  • Halle 19, Raum New York | Montag, 01.04.2019: 1st. World Interoperability Conference (Florian Pethig, Big Data-Plattformen)
  • Halle 8, D 23 | Smart Factory Web (Sascha Heymann, Kommunikationssysteme / IoT)
  • Halle 16, A 04 | Digital in NRW: Industrie 4.0 out of the box (Pedro Rodrigues, Wissenstransfer in den Mittelstand)
  • Halle 2, C 02 | Vortrag am 2. April, 14.30 - 14.45 Uhr: »Mit Digitalen Zwillingen Einsparpotenziale realisieren« | Referenten: Florian Pethig (Fraunhofer IOSB-INA), Olaf Gräser (Phoenix Contact GmbH & Co. KG), Prof. Dr.-Ing. Holger Borcherding (Lenze SE).

Weitere Informationen zum Messeauftritt erhalten Sie auf der Homepage des Fraunhofer IOSB-INA.


 

 

RiConfigure: Fortschritt gesellschaftlich gedacht

Fraunhofer Lemgo im EU-Projekt zur partizipativen Technologie- und Arbeitsgestaltung! 

Wie wird Digitalisierung die Arbeit der Zukunft formen? Wie gelingt es, nicht allein Unternehmen, sondern vor allem die Menschen darin zu Gestaltern dieser Zukunft zu machen? Wie erhalten wir Kommunikation und Miteinander in einer sich verändernden Arbeitswelt? Fraunhofer IOSB-INA bringt im Rahmen des Projekts RiConfigure gemeinsam mit internationalen Partnern unterschiedlichste Akteure im Innovationsprozess an einen Tisch, um Leitplanken der Partizipation zu setzen und Forschungsdialoge zu schaffen, die die Zivilgesellschaft in den Mittelpunkt stellen. Dank der langjährigen Erfahrung mit nutzerzentrierter Forschung - sowohl durch die SmartFactoryOWL, die Mitglied im European Network of Living Labs (ENoLL) ist, als auch durch das IoT- / SmartCity-Reallabor Lemgo Digital - können Fraunhofer Lemgo und das Fraunhofer Center for Responsible Research and Innovation (CeRRI) einen essentiellen Beitrag zum Projekterfolg leisten.

Zur RiConfigure Projektseite des Fraunhofer IAO.

Am 22. Februar fand das Kick-Off Treffen zur "Zukunftswerkstatt Arbeit.Digital" in der SmartFactoryOWL in Lemgo statt. Akteure aus kommunaler Verwaltung, Wirtschaft und Forschung tauschten sich über die unterschiedlichen Perspektiven und technischen bzw. gesellschaftspolitischen Ansätze von Innovationen im Arbeitsumfeld aus. Das Ziel des Treffens: Die SmartFactoryOWL als gemeinsame, gleichberechtigende Integrationsplattform für die unterschiedlichen Anforderungen an die digitale Transformation im Arbeitsumfeld einzurichten.

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Warum übersehen wir die Zivilgesellschaft im Innovationsprozess?

Die globalen Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind komplex und erfordern neue Konstellationen, um Lösungen zu finden.
Traditionell wurde der Innovationsprozess von der Industrie, dem öffentlichen Sektor und der Forschung dominiert. Die Zivilgesellschaft besitzt jedoch auch große kreative Kompetenzen, und wir müssen diesen übersehenen Akteur einbeziehen, um innovative Lösungen gedeihen zu lassen.

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Vermeiden von toten Winkeln

Durch das Zusammenführen verschiedener Stimmen in neuen Arten von Kollaborationen vermeiden wir blinde Flecken, da jeder Akteur über spezifische Kompetenzen und Fokuspunkte verfügt.
Das Projekt RiConfigure zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen den Sektoren zu fördern und potenzielle kollaborative Herausforderungen zu überwinden.

Vielfalt schafft Widerstandsfähigkeit

Es ist eine Stärke, vielfältigere Stimmen in den dynamischen Prozess einzubeziehen, da Vielfalt Widerstandsfähigkeit und Repräsentativität schafft.
Gemeinsam sind wir stärker und können ganzheitliche Lösungen finden. Lösungen, die andernfalls nicht hätten entwickelt werden können, wenn die Zivilgesellschaft nicht aktiv an ihrer Schaffung beteiligt gewesen wäre.


Projekt-Meilensteine:

Mai 2019: Erstes jährliches RiConfigure Treffen von Praktizierenden und politischen Entscheidungsträgern
März 2020: Zweite jährliche Konferenz von RiConfigure für Praktiker und politische Entscheidungsträger
Februar 2021: Abschlusskonferenz und drittes jährliches RiConfigure Treffen von Praktizierenden und politischen Entscheidungsträgern


RiConfigure wurde aus dem Programm Horizont 2020 der Europäischen Union für Forschung und Innovation im Rahmen der Finanzhilfevereinbarung Nr. 788047

 

Studie Mehrwerte aus Daten: Lernen von anderen KMU

In der neuen Studie zu Mehrwerten aus Daten zeigt das Fraunhofer IOSB-INA als Partner im Kompetenzzentrum Digital in NRW auf, wie kleine und mittlere Unternehmen Innovation aus Daten erzeugen konnten. 

In den zwei Jahren Kompetenzzentrum haben die Partner über die Regionen Rheinland, Ruhr und Ostwestfalen-Lippe ein starkes Netzwerk zur Stärkung mittleständischer Betriebe aufgebaut. Seither werden zahlreiche kostenfreie Services angeboten. Entlang einer sogenannten Befähigungskette können Unternehmen sich zu Technologien informieren, Demozentren wie die SmartFactoryOWLbesuchen, an Seminaren und Schulungen teilnehmen sowie Projekte für ihr eigenes Unternehmen gemeinsam mit Experten konzipieren und umsetzen.

Viele KMU in Ostwestfalen Lippe haben bereits diese Services in Anspruch genommen und die ersten Schritte hin zu Digitalisierung ihrer Produkte, Prozesse oder Geschäftmodelle vorgenommen. In der Studie Mehrwerte aus Daten findet sich eine Auswahl dieser Umsetzungsprojekte wieder. Die gute Nachricht: das Kompetenzzentrum Digital in NRW wird noch zwei weitere Jahre aktiv sein. Bis Ende 2020 können KMU weiterhin Services kostenfrei in Anspruch nehmen, um Unterstützung bei ihren Innovationsprojekten zu bekommen. Wenden Sie sich hierzu gern an die Geschäftsstelle der SmartFactoryOWL, um mehr Informationen zu bekommen.

Sie möchten mehr zu Umsetzungsprojekten aus Digital in NRW erfahren? Besuchen Sie unsere Route 4.0, auf der Sie eine Übersicht über alle Umsetzungsprojekte der jeweiligen Regionen finden.

 

IoT-Seminar begeistert Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Fraunhofer in Lemgo baut sein Seminarportfolio im Bereich Digitalisierung derzeit aus. Der erste Termin im Jahr 2019 des etablierten IoT-Basisseminar hat am 31. Januar wieder für Begeisterung bei den Teilnehmern gesorgt.

Das eintägige Seminar bietet eine praxisnahe Einführung in das Internet der Dinge (IoT) an den Anwendungsfeldern Smart Factory und Smart City. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Fach- und Führungskräfte aus Entwicklung, Marketing und Vertrieb) bestätigen: "Das Seminar hat uns eine kompakte und praxisnahe Orientierung zu IoT-Technologien vermittelt. Genau diese Kompetenzen müssen in Unternehmen und Kommunen aufgebaut werden, um die Möglichkeiten der Digitalisierung nicht zu verpassen." Die Seminardozenten Kornelia Schuba, Janis Albrecht und Pedro Rodriguez ergänzen: "Unsere IoT-Reallabore und Innovationsplattformen SmartFactoryOWL und Lemgo Digital (Smart City) sind hochmoderne IoT-Laborumgebungen und Anwendungsbeispiele, die wir in das Seminar intergiert haben."

Der nächste Seminartermin ist der 23.05.2019. Das Seminar kann ab sofort bei Herrn Rodrigues gebucht werden.