Gute Voraussetzungen für Promotionen an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften

24.07.2019

Dr. Stefan Nacke (MdL) hat die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe besucht. Es war der erste Besuch an einer Hochschule in seinem neuen Amt als wissenschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion von Nordrhein-Westfalen. Im Mittelpunkt des Austausches stand das künftige Promotionsrecht für Hochschulen für Angewandte Wissenschaften.

Wenige Tage, nachdem der Landtag von Nordrhein-Westfalen ein neues Hochschulgesetz beschlossen hat, besuchte Dr. Stefan Nacke die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Damit war die TH OWL die erste Hochschule, die Nacke nach seiner Wahl zum wissenschaftspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Anfang Juli 2019 besuchte. Begleitet wurde er von Walter Kern, ehemaliges Mitglied des Landtags, und Claus Cieciera vom CDU Stadtverband Lemgo. In den Gesprächen mit der Hochschulleitung stand eine Änderung, die das neue Hochschulgesetz mit sich bringt, in einem besonderen Fokus: das Promotionsrecht, das es künftig auch Hochschulen für Angewandte Wissenschaften ermöglichen wird, ohne die Kooperation mit einer Universität Promovenden zum Doktorgrad zu führen. 

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Das neue Hochschulgesetz sieht vor, das bestehende „Graduierteninstitut NRW“ in ein Promotionskolleg zu überführen und diesem nach positiver Begutachtung durch den Wissenschaftsrat das Promotionsrecht zu verleihen. „Damit wäre Nordrhein-Westfalen ein bundesweiter Vorreiter bei der Anerkennung der wissenschaftlichen Leistungen von Hochschulen für Angewandte Wissenschaften“, sagt Professor Dr. Jürgen Krahl, Präsident der TH OWL, und betont: „Die TH OWL begrüßt diesen Schritt sehr. Wir gehören zu den forschungsstärksten Fachhochschulen in ganz Deutschland und betreuen schon jetzt rund 70 Promovendinnen und Promovenden.“

Starkes wissenschaftliches Umfeld

Von der wissenschaftlichen Leistungskraft der TH OWL überzeugte sich die CDU-Delegation bei ihrem Besuch in Lemgo: Nacke zeigte sich von den Konzepten des „Innovation Campus Lemgo“ und des „Kreativ Campus Detmold“ beeindruckt. Der Innovation Campus Lemgo konzentriert an einem Ort Akteure aus beruflicher und akademischer Bildung, Forschung, Handwerk und Industrie entlang der kompletten Innovationskette der digitalen Wirtschaft. Der Kreativ Campus Detmold ist dabei, sich als zentraler Knoten im kreativ-wirtschaftlichen Netzwerk Ostwestfalen-Lippes zu etablieren. Auch hier kooperieren Hochschulen mit Schulen, Wirtschaft und Gesellschaft.

Außerdem lernten die Besucher die SmartFactoryOWL und das Institut für Wissenschaftsdialog kennen. Die SmartFactoryOWL ist eine Forschungs- und Demonstrationsfabrik, in der die TH OWL und das Fraunhofer IOSB-INA gemeinsam an der Fabrik der Zukunft forschen – und auch für Nachwuchswissenschaftler ein anregendes Arbeitsumfeld schaffen. Das Institut für Wissenschaftsdialog gibt den Studierenden und Lehrenden eine fachbereichsübergreifende Plattform und unterstützt den Dialog zwischen Hochschule und Gesellschaft. Hochschulpräsident Krahl präsentierte zudem weitere Projekte, die die TH OWL aktuell auf den Weg bringt und die künftig das wissenschaftliche Umfeld am Standort Lemgo weiter stärken werden: eine Modellregion für postfossile Mobilität, die zukunftsweisende Antriebstechnologien erforscht und erprobt, und eine Smart Wood Factory, in der die intensive Kooperation der Holztechniker der Hochschule mit der Wirtschaft ein neues Dach erhalten kann.

[Quellennachweise: Text: Technische Hochschule OWL | Bild: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!]